Ausstellung in St. Stephani lässt Kunst erst vor Ort entstehen
Ein Bremer Kunstprojekt beleuchtet das Verhältnis von Ost und West. Die zunächst leere Ausstellung wächst an vier Abenden durch Malerei zu Live-Musik.
Die Kulturkirche St. Stephani widmet sich vom 6. Oktober bis 10. November dem Verhältnis zwischen Ost- und Westdeutschland. Bei dem Ausstellungsprojekt entstehen die gezeigten Werke schrittweise vor Ort: An vier Abenden malt die Bremer Künstlerin Sabine Peter zu Live-Musik.
Zum Auftakt bleiben die Ausstellungsflächen zunächst leer. Erst im Verlauf des Projekts füllen sie sich mit Bildern. Damit soll der fortdauernde gesellschaftliche Prozess nach der deutschen Wiedervereinigung aufgegriffen werden.
Klänge werden zu Bildern
Sabine Peter beschäftigt sich in ihrer Arbeit mit der Übertragung von Klängen in Farben und Bewegungen. Begegnungen und persönliche Erfahrungen fließen dabei in Formen, Rhythmen und Farbflächen ein. Die Ausstellung ist donnerstags bis sonntags jeweils von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.
Ergänzt wird das Projekt durch Gespräche und eine Lesung. Bei einer „Holy Hour“ ist Lucas Piwodda zu Gast, Bürgermeister der brandenburgischen Stadt Gartz an der Oder. Ines Godazgar aus Halle liest unter dem Titel „Grenzschicksale: Als das Grüne Band noch grau war“.
Gespräche zum Einheitstag
Bereits am 3. Oktober findet in St. Stephani das Format „Sprechen & Zuhören“ des Vereins Mehr Demokratie statt. Die Teilnehmenden sollen persönliche Erfahrungen schildern können, ohne unterbrochen oder bewertet zu werden.
Die Gesprächsrunden beginnen um 16 und 19 Uhr. Im Mittelpunkt stehen Erfahrungen mit der deutschen Wiedervereinigung sowie persönliche Grenzen in Glaubensfragen. Das Ausstellungsprojekt beginnt drei Tage später.
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Bremische Evangelische KircheKommentare
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