Atlas-Übernahme genehmigt: Mehr als 200 Jobs sollen bleiben
Buhler-Versatile darf die insolvente Atlas-Gruppe zum 1. September übernehmen. Für die Werke in Delmenhorst, Ganderkesee und Vechta bleibt die Zukunft offen.
Buhler-Versatile darf die insolvente Atlas-Gruppe zum 1. September übernehmen. Für die Werke in Delmenhorst, Ganderkesee und Vechta bleibt die Zukunft offen.
Der kanadische Baumaschinenhersteller Buhler-Versatile darf die insolvente Atlas-Gruppe aus Ganderkesee zum 1. September übernehmen. Die erforderlichen behördlichen Genehmigungen liegen nach Angaben des Sanierers vor.
Von rund 400 Arbeitsplätzen sollen etwas mehr als 200 erhalten bleiben. Gleichzeitig wird der bereits angekündigte Stellenabbau an den Standorten Ganderkesee, Delmenhorst und Vechta umgesetzt.
Transfergesellschaft für 124 Beschäftigte
124 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind bereits in eine Transfergesellschaft gewechselt. Dort werden Beschäftigte nach einem Stellenverlust bei der Suche nach neuen Arbeitsplätzen unterstützt und qualifiziert.
Für 14 weitere Beschäftigte seien individuelle Lösungen vereinbart worden. Sie könnten demnach voraussichtlich bald abschlagsfrei in Altersrente gehen und nicht mehr in die Transfergesellschaft wechseln. Der Sanierer nennt zudem 11 betriebsbedingte Kündigungen.
Zukunft der Werke ungeklärt
Ob alle drei Atlas-Werke in Delmenhorst, Ganderkesee und Vechta dauerhaft bestehen bleiben, ist weiterhin offen. Auch die IG Metall sieht Arbeitsplätze in Gefahr. Nach Angaben der Gewerkschaft hat sich der Investor bislang nicht dazu geäußert, ob weitere Stellen wegfallen oder Standorte geschlossen werden.
Buhler-Versatile hat seinen Sitz im kanadischen Winnipeg und gehört zur türkischen ASKO-Holding. Das Unternehmen produziert vor allem Landmaschinen, ist aber auch im Baumaschinenbereich tätig. Mit Atlas will die Gruppe ihre Aktivitäten in Europa ausbauen und unter anderem das Händlernetz sowie die Produktionskompetenz des übernommenen Unternehmens nutzen.