Arktische Sedimente können alten Kohlenstoff binden
Forschende aus Bremerhaven und Bremen sehen im Meeresboden der Arktis ein mögliches Reservoir für Kohlenstoff aus tauendem Permafrost.
Arktische Bodensedimente können nach Einschätzung von Forschenden alten Kohlenstoff aufnehmen, der beim Auftauen von Permafrost freigesetzt wird. Dadurch könnte ein Teil dieses Kohlenstoffs im Meeresboden gebunden bleiben, statt zu Treibhausgasen umgewandelt zu werden.
Kohlenstoff im Meeresboden
Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts sowie des Zentrums für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen. Die Forschenden haben sich mit der Menge an Kohlenstoff in Sedimenten am Boden der arktischen Meere befasst.
Permafrost bezeichnet dauerhaft gefrorenen Boden. Wenn er infolge steigender Temperaturen taut, kann darin über lange Zeit gespeicherter Kohlenstoff freigesetzt werden. Die Untersuchung verweist darauf, dass Sedimente in der Arktis in diesem Prozess eine Speicherfunktion übernehmen können.
Speicherfunktion untersucht
Nach Darstellung der Forschenden wird der in den Sedimenten zurückgehaltene alte Kohlenstoff nicht unmittelbar in Treibhausgase überführt. Damit rückt der Meeresboden als möglicher Faktor für den Verbleib von Kohlenstoff aus tauendem Permafrost in den Blick. Angaben zur konkret ermittelten Kohlenstoffmenge enthält die vorliegende Mitteilung nicht.
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