AirMed-Kongress in München ehrt Luftrettungs-Pionier Stolpe
Rund 800 Fachleute aus 40 Ländern beraten in München über die Zukunft der Luftrettung. Bayerns Staatsmedaille erhielt der Mediziner Erwin Stolpe.
Der AirMed World Congress 2026 hat in München begonnen. Zu dem internationalen Fachkongress werden nach Angaben der Veranstalter rund 800 Teilnehmende aus 40 Ländern erwartet. Sie kommen aus Luftfahrt, Medizin, Behörden, Management und Industrie. Ausgerichtet wird die Veranstaltung von der gemeinnützigen ADAC Luftrettung und dem European HEMS and Air Ambulance Committee, kurz EHAC.
Bei der Eröffnung im Hofbräuhaus betonte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann die Bedeutung der Luftrettung für eine schnelle medizinische Hilfe. WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus würdigte die Arbeit von Luftrettungs- und Ambulanzflugorganisationen in einer Videobotschaft. Gerade bei Notfällen und Katastrophen könne die Versorgung aus der Luft entscheidend sein.
Auszeichnung für Stolpe
Mit dem „Stern der Sicherheit“ erhielt der Unfallchirurg Erwin Stolpe die Bayerische Staatsmedaille für Innere Sicherheit. Stolpe war unter anderem leitender Notarzt bei „Christoph 1“, dem ersten dauerhaft betriebenen zivilen Rettungshubschrauber Deutschlands. Außerdem arbeitete er als Medical Director für die ADAC Luftrettung und beriet Organisationen im In- und Ausland.
Nach Angaben der Veranstalter wirkte Stolpe an Neuerungen bei der Ausstattung von Rettungshubschraubern mit und trieb die Einführung von Rettungswinden voran. Die Staatsmedaille vergibt das bayerische Innenministerium seit 2013 für besondere langjährige Leistungen für die innere Sicherheit.
Rückkehr zum Ursprung
Der Kongress findet nach 46 Jahren wieder in München statt. Die Fachveranstaltung wurde dort 1980 gegründet. Auch das EHAC nutzt das Treffen zum Rückblick auf sein 25-jähriges Bestehen. Der Verband vertritt europäische Organisationen der Luftrettung und des Ambulanzflugs.
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