28 Anzeigen bei queersensiblen Stellen in Bremen und Bremerhaven
Seit dem Start der queersensiblen Anzeigenaufnahme wurden 28 Anzeigen erfasst. Die Polizei Bremen hat das Angebot inzwischen auf drei Standorte ausgeweitet.
Bei den queersensiblen Anlaufstellen der Polizei sind seit ihrer Einführung 28 Strafanzeigen aufgenommen worden. Davon entfielen 27 auf Bremen und eine auf Bremerhaven. Das teilte Staatsrat Olaf Bull in der Fragestunde der Bremischen Bürgerschaft mit.
Die speziellen Anzeigenaufnahmen bestehen in Bremen seit Mai 2025, in Bremerhaven seit November 2025. Sie richten sich an Menschen, die queerfeindliche Straftaten anzeigen wollen. Die SPD-Abgeordnete Selin Arpaz hatte den Senat nach einer ersten Bilanz gefragt.
Weitere Anzeigen an Polizeistationen
Im selben Zeitraum wurden nach Senatsangaben zudem 60 weitere queerfeindliche Straftaten an anderen Polizeidienststellen angezeigt. Zwei dieser Anzeigen wurden in Bremerhaven erstattet. Die Zahlen zu den besonderen Anlaufstellen und zu den übrigen Polizeistandorten sind getrennt ausgewiesen.
In Bremen wurden außerdem 18 Beratungen geführt, die nicht unmittelbar mit einer Strafanzeige verbunden waren. Über eine zentrale E-Mail-Adresse gingen 26 weitere Kontaktaufnahmen ein.
Fünf geschulte Kräfte im Einsatz
Die Polizei Bremen hat das Angebot im August 2026 erweitert. Nach Angaben des Senats sind nun fünf Beamtinnen und Beamte für die queersensible Anzeigenaufnahme an den Standorten Vahr, Osterholz und Neustadt eingesetzt.
Während des Christopher Street Day am vergangenen Wochenende gab es zudem eine Anlaufstelle zur Anzeigenaufnahme am Wall. Dort wurde laut Bull keine Anzeige aufgenommen.
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SPD-Fraktion BremenKommentare
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