Panorama

Marinestützpunkt Emden: Grüne verlangen Ausbau der Bahnstrecke

Der neue Marinestützpunkt kommt nach Emden. Die Grünen fordern nun mehr Kapazität auf der Schienenverbindung über Oldenburg in Richtung Bremen.

05. Oktober 2026, 14:11 Uhr 1 Min. Lesezeit 1 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft

Der zweite Marinestützpunkt an der deutschen Nordseeküste soll in Emden gebaut werden. Über die Standortentscheidung informierten Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius und Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies. Bremerhaven, das ebenfalls als möglicher Standort im Gespräch war, kommt damit nicht zum Zuge.

Die niedersächsische Grünen-Fraktion verbindet die Entscheidung mit der Forderung, die Bahninfrastruktur zwischen Emden und Bremen auszubauen. Besonders die Strecke über Leer und Oldenburg müsse leistungsfähiger werden, erklärte der Landtagsabgeordnete und Sprecher für maritime Wirtschaft, Stephan Christ.

Engpässe im Bahnnetz

Nach Vorstellung der Grünen soll die Verbindung zwischen Leer und Oldenburg zweigleisig ausgebaut werden. Zudem müssten Engpässe an der Eisenbahnbrücke in Emden und an der Huntebrücke in Oldenburg beseitigt werden. Eine belastbare Anbindung des Hinterlands sei für den Betrieb des Marinestützpunkts erforderlich.

Christ begrüßte Emden als Standort. Die Ansiedlung werde nach Einschätzung der Fraktion erhebliche Veränderungen für die Stadt und Ostfriesland bringen. Erwartet werden mehrere Tausend Soldaten sowie zahlreiche zivile Beschäftigte. Konkrete Angaben zum Zeitplan und zu den Kosten des Stützpunkts liegen in der Meldung nicht vor.

Auswirkungen auf die Ems

Die Grünen verlangen außerdem, mögliche Folgen für Natur und Umwelt frühzeitig zu prüfen. Dabei richten sie den Blick insbesondere auf die Ems. Militärische und sicherheitspolitische Anforderungen dürften nach Ansicht der Fraktion nicht dazu führen, ökologische Belange auszublenden.

Unabhängig vom neuen Stützpunkt in Emden soll Bremerhaven als Logistikdrehscheibe für militärische Transporte ausgebaut werden. Die Bundeswehr will dort noch 2026 mit Arbeiten für das Vorhaben „Deployment Hub Bremerhaven 2031“ beginnen.

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