Einheitsfest: Bremen bereitet sich auf bis zu 450.000 Gäste vor
Kliniken verstärken ihre Bereitschaft, die Polizei plant ihren bislang größten Einsatz: Bremen rüstet sich für das Einheitsfest vom 2. bis 4. Oktober.
Bis zu 450.000 Besucherinnen und Besucher werden zum Bürgerfest rund um den Tag der Deutschen Einheit in Bremen erwartet. Für Polizei, Kliniken und Organisatoren bedeutet die dreitägige Veranstaltung vom 2. bis 4. Oktober umfangreiche Vorbereitungen. Neben Konzerten und Feiern stehen politische Termine und Versammlungen an.
Der kommunale Klinikverbund Gesundheit Nord hat seine Alarm- und Einsatzpläne überarbeitet und zwischen den Standorten abgestimmt. Die Notaufnahmen rechnen mit deutlich mehr Patientinnen und Patienten als an gewöhnlichen Tagen.
Kliniken erhöhen Bereitschaft
Leichtere Verletzungen sollen möglichst direkt auf dem Festgelände behandelt werden. Dennoch verstärken die Kliniken Schichten und Bereitschaftsdienste. Beschäftigte trainierten zudem medizinische Notfalleingriffe und die Versorgung einer großen Zahl Verletzter. Claudia Spöler, Chefärztin der Zentralen Notaufnahme am Klinikum Bremen-Ost, koordiniert die Vorbereitungen.
Auch die Bremer Polizei stellt sich auf einen außergewöhnlich umfangreichen Einsatz ein. Sie prüft fortlaufend unterschiedliche Gefahrenlagen und will ihre Maßnahmen während des Festes täglich an die aktuelle Situation anpassen.
Polizei prüft Szenarien
Bei der Planung berücksichtigt die Polizei unter anderem mögliche Sabotage, Spionage und Desinformation. Hinzu kommen Gefahren durch islamistischen Terrorismus oder ideologisch motivierte Gewalt. Als besondere Herausforderung gelten die vielen Menschen, parallel laufende Veranstaltungen sowie angemeldete und mögliche spontane Versammlungen.
Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte ist als amtierender Bundesratspräsident offizieller Gastgeber. Er empfängt Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft und nimmt an Reden und Gesprächen teil. Das Fest soll nach seinen Angaben den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Zuversicht in schwierigen Zeiten stärken.
Bremer Ehrengäste
Zu den Feierlichkeiten reisen außerdem Bürgerdelegationen aus allen Bundesländern an. Jedes Land entsendet acht ehrenamtlich engagierte Menschen. Für Bremen nehmen unter anderem Svenja Böning und Zaher Habib teil. Böning leitet den Verein Hoppenbank, der straffällig und wohnungslos gewordene Menschen unterstützt. Habib gehört dem Bremer Rat für Teilhabe und Diversität in der Migrationsgesellschaft an.
Originalquelle
Nordsee-ZeitungKommentare
Ihre Meinung zu diesem Artikel. Beiträge erscheinen sofort; die Redaktion liest mit und entfernt, was gegen Recht oder Anstand verstößt.