Panorama

ZGF beleuchtet Versorgungslücke bei Demenz in Bremen

ZGF Bremen fordert Maßnahmen zur besseren Versorgung von Demenzkranken. Ein Positionspapier zeigt Handlungsfelder auf.

10. April 2026, 12:31 Uhr 1 Min. Lesezeit 2 Aufrufe KI-generiert

ZGF Bremen fordert Maßnahmen zur besseren Versorgung von Demenzkranken. Ein Positionspapier zeigt Handlungsfelder auf.

Die Zentralstelle der Landesfrauenbeauftragten (ZGF) Bremen hat am 10. April 2026 ein Positionspapier veröffentlicht, das auf die Versorgungslücke von Menschen mit Demenz im Land Bremen aufmerksam macht. In Zusammenarbeit mit der Demenz Informations- und Koordinationsstelle (DIKS) e.V. und der Arbeitnehmerkammer Bremen wird im Papier dargelegt, warum und wo es zu Versorgungslücken kommt und welchen Hürden Angehörige gegenüberstehen.

Besonders betont wird der Mangel an Personal und Kapazitäten in der ambulanten und stationären Pflege. Zudem fehlen eine ausreichende Vernetzung und sektorübergreifende Angebote. Ein zentrales Handlungsfeld ist die Einrichtung einheitlicher Anlauf- und Beratungsstellen in den Quartieren, um bestehende Angebote effizienter zu bündeln. Darüber hinaus wird eine einheitliche digitale Suchplattform als Wegweiser vorgeschlagen, da derzeitige digitale Angebote oft unbekannt, uneinheitlich und nicht aktuell sind.

Das Papier macht auch auf die doppelte Betroffenheit von Frauen aufmerksam: Sie sind häufiger von Demenz betroffen und stellen den Großteil der pflegenden Angehörigen. Rund 65 Prozent der an Demenz erkrankten Personen sind weiblich, was unter anderem auf deren höhere Lebenserwartung zurückzuführen ist. Ebenso sind etwa zwei Drittel der pflegenden Angehörigen Frauen, häufig in der Rolle als Partnerinnen, Töchter oder Schwiegertöchter.

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