Panorama

Neue Beratungsstelle für Täter:innen häuslicher Gewalt in Bremen eröffnet

Intervention.plus bietet ab sofort qualitätsgesicherte Täterarbeit in Bremen an.

23. März 2026, 15:31 Uhr 1 Min. Lesezeit 2 Aufrufe KI-generiert

Intervention.plus bietet ab sofort qualitätsgesicherte Täterarbeit in Bremen an.

Am morgigen Dienstag, dem 24. März 2026, öffnet die spezialisierte Interventions- und Beratungsstelle Intervention.plus in Bremen ihre Türen. Das Projekt des Vereins Hoppenbank bietet erstmals eine dauerhaft verankerte, qualitätsgesicherte Täterarbeit nach bundesweiten Standards an. Diese Arbeit ergänzt die bestehenden Opferschutzstrukturen in der Region.

Intervention.plus fokussiert sich darauf, Gewaltkreisläufe zu durchbrechen, indem sie direkt bei den Tätern und Täterinnen ansetzt. Das proaktive Beratungsangebot unterstützt die Teilnehmenden dabei, ihr Gewaltverhalten nachhaltig zu beenden.

Claudia, Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz, betont die Notwendigkeit dieser Arbeit: "Die Aufmerksamkeit liegt oft auf den Betroffenen. Doch es ist zentral, auch die Täter und Täterinnen in den Blick zu nehmen, um Gewalt an der Wurzel zu bekämpfen."

Svenja Böning, Geschäftsführerin des Hoppenbank e.V., hebt die fachliche Ausrichtung hervor: "Gewalt ist ein erlerntes Verhalten, das auch wieder verlernt werden kann. Veränderung und nachhaltige Sicherheit sind möglich, wenn die Täter und Täterinnen Verantwortung für ihr Handeln übernehmen."

Das Programm von Intervention.plus setzt direkt an den ursächlichen Gewaltmechanismen an und bietet sozialtherapeutische Gruppen- und Einzelgespräche an.

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