GREVIO-Delegation prüft Umsetzung der Istanbul-Konvention in Bremen
Bremen empfängt GREVIO-Delegation zur Überprüfung der Istanbul-Konvention.
Bremen empfängt GREVIO-Delegation zur Überprüfung der Istanbul-Konvention.
Heute, am 16. April 2026, empfängt der Bremer Senat eine Delegation der Expertinnengruppe GREVIO. Diese Gruppe des Europarates untersucht im Rahmen eines Staatenbesuchs die Umsetzung der Istanbul-Konvention in Deutschland, die sich gegen Gewalt an Frauen und häusliche Gewalt richtet. Neben Bremen sind auch Besuche in Baden-Württemberg, Berlin und Thüringen vorgesehen.
GREVIO, die Group of Experts on Action against Violence against Women and Domestic Violence, überprüft alle fünf Jahre, wie die Istanbul-Konvention in den 39 ratifizierenden Ländern umgesetzt wird. In Deutschland ist die Konvention seit Februar 2018 rechtlich bindend für Gesetzgeber, Gerichte und Behörden.
Die Ergebnisse des ersten GREVIO-Bewertungsberichts von 2022 werden in den zweiten Bremer Landesaktionsplan zur Umsetzung der Konvention einfließen. An der Weiterentwicklung arbeiten Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Senatsressorts, der Zentralstelle der Landesfrauenbeauftragten, der Zivilgesellschaft sowie des Bremer Betroffenenbeirats. Die Fertigstellung des Plans ist für Ende 2026 geplant.
Die Istanbul-Konvention ist ein internationaler Vertrag zur Verhütung und Bekämpfung von geschlechtsspezifischer und häuslicher Gewalt. Weitere Informationen zur Umsetzung im Land Bremen sind auf der Webseite www.Bremen-sagt-Nein.de verfügbar.