Gerichtsprozess nach tödlicher Attacke in Delmenhorst
Ex-Partner steht nach tödlicher Messerattacke vor Gericht. Delmenhorst trauert.
Ex-Partner steht nach tödlicher Messerattacke vor Gericht. Delmenhorst trauert.
In Delmenhorst hat am Montag der Gerichtsprozess gegen einen Mann begonnen, der beschuldigt wird, seine ehemalige Partnerin vor den Augen ihrer gemeinsamen Kinder erstochen zu haben. Der Vorfall ereignete sich im letzten Jahr und erschütterte die Gemeinde zutiefst.
Der Angeklagte soll der Frau aufgelauert und sie in einem Anfall von Eifersucht angegriffen haben. Die Tat fand im Beisein der minderjährigen Kinder statt, die das Geschehen hilflos mit ansehen mussten. Das jüngste Kind ist fünf Jahre alt.
Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann Mord aus niedrigen Beweggründen vor. Der Angeklagte hat sich bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert. Sein Verteidiger erklärte zum Prozessauftakt, dass die Tat nicht geplant gewesen sei.
Der Fall hat in Delmenhorst und Umgebung große Bestürzung ausgelöst. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger nahmen an Mahnwachen teil, um ihre Anteilnahme und Solidarität mit den Hinterbliebenen zum Ausdruck zu bringen.
Der Prozess wird voraussichtlich mehrere Wochen dauern. Eine Verurteilung könnte eine lebenslange Freiheitsstrafe nach sich ziehen.