Familienfreundlicher Strafvollzug: Neues Projekt in Bremerhaven
Senatorin Claudia Schilling stellt Projekt für kinderfreundlichen Strafvollzug in der JVA Bremerhaven vor.
Senatorin Claudia Schilling stellt Projekt für kinderfreundlichen Strafvollzug in der JVA Bremerhaven vor.
Am 17. April 2026 besuchte Justizsenatorin Claudia Schilling die Justizvollzugsanstalt (JVA) in Bremerhaven, um ein neues Projekt zur Stärkung der Kinderrechte vorzustellen. Mit dabei war Pinguin-Maskottchen Pico, das künftig helfen soll, den Kontakt zwischen inhaftierten Eltern und ihren Kindern zu fördern.
Schilling betonte die Bedeutung eines familiensensiblen Strafvollzugs: "Kinder haben ein Recht auf Kontakt mit beiden Elternteilen, auch wenn ein Elternteil im Gefängnis sitzt." Geplant sind unter anderem ein kinderfreundlicher Empfangsbereich und eine Väter-Gruppe, die den Kontakt erleichtern sollen.
Pico, das Maskottchen, wurde von Inhaftierten im Jugendstrafvollzug in Bremen gebaut und passt laut Schilling besonders gut nach Bremerhaven, auch aufgrund der Fischtown Pinguins und des Zoos am Meer.
Der Verein Hoppenbank e.V. übernimmt die Trägerschaft der neuen Landeskoordinierungsstelle "Kinder von Inhaftierten". Svenja Böning, Geschäftsführerin des Vereins, erklärt, dass die Kooperation zwischen verschiedenen Institutionen gestärkt und Fortbildungen angeboten werden sollen, um den Kindern von Inhaftierten besser zu helfen.