Bremer Gender Pay Gap sinkt auf 14 Prozent
Trotz Fortschritten im Gender Pay Gap bleiben strukturelle Ungleichheiten für Frauen bestehen.
Trotz Fortschritten im Gender Pay Gap bleiben strukturelle Ungleichheiten für Frauen bestehen.
Der Gender Pay Gap, also die Entgeltlücke zwischen Männern und Frauen, ist im Land Bremen laut dem Statistischen Landesamt im vergangenen Jahr auf 14 Prozent gesunken. Im Vorjahr betrug die Lohnlücke noch 17 Prozent. Damit liegt Bremen unter dem bundesweiten Durchschnitt von 16 Prozent.
Trotz dieser Fortschritte sind Frauen am Arbeitsmarkt weiterhin strukturell benachteiligt. So beträgt die Frauenerwerbstätigenquote in Bremen nur 67,2 Prozent, die niedrigste im Bundesvergleich. Zudem arbeiten mehr als die Hälfte der erwerbstätigen Frauen in Teilzeit. Durchschnittlich verdienen Frauen in Bremen mit 24 Euro pro Stunde vier Euro weniger als Männer.
Die stellvertretende Landesfrauenbeauftragte Katharina Kunze kritisierte anlässlich des Equal Pay Days am 27. Februar 2026 das bestehende Ehegattensplitting. Ihrer Meinung nach begünstigt es die traditionelle Rollenverteilung und führt Frauen häufig in finanzielle Abhängigkeiten. Kunze fordert die Abschaffung dieser steuerlichen Regelung und bessere Arbeitsbedingungen in Berufen der Pflege- und Betreuungsbranche.