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Bremer Forscher entdecken Partnerschaft zwischen Kieselalgen und Bakterien

Kieselalgen nutzen sulfatiertes Polysaccharid, um Bakterien in ihrer Nähe zu halten.

13. April 2026, 16:31 Uhr 1 Min. Lesezeit 2 Aufrufe KI-generiert

Kieselalgen nutzen sulfatiertes Polysaccharid, um Bakterien in ihrer Nähe zu halten.

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Marine Mikrobiologie in Bremen haben herausgefunden, dass Kieselalgen ein sulfatiertes Polysaccharid verwenden, um Bakterien in ihrer Nähe zu halten. Diese Entdeckung könnte wichtige Erkenntnisse über das Zusammenspiel von Mikroorganismen im Ozean liefern.

Die Studie, die kürzlich in der Fachzeitschrift Microbiome veröffentlicht wurde, zeigt, dass diese chemische Verbindung eine zentrale Rolle in der Beziehung zwischen Kieselalgen und Bakterien spielt. Kieselalgen, auch Diatomeen genannt, sind mikroskopisch kleine Algen, die eine bedeutende Rolle im marinen Ökosystem einnehmen. Sie nutzen das Polysaccharid, um Bakterien anzuziehen und sind damit in der Lage, eine nützliche Gemeinschaft zu bilden.

Diese Partnerschaft ist nicht nur für das Überleben der Kieselalgen von Bedeutung, sondern beeinflusst auch die Nährstoffzyklen im Ozean. Die Forschung wurde von einem Team unter der Leitung von J. Krull, J.-H. Hehemann und C. J. Crawford durchgeführt und könnte langfristig zur Entwicklung neuer biotechnologischer Anwendungen führen.

Die Universität Bremen und das MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen – waren ebenfalls an der Studie beteiligt. Diese Zusammenarbeit unterstreicht die Bedeutung der Region Bremen als Standort für wegweisende Meeresforschung.

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