Bremen: Tarifabschluss belastet Haushalt mit 110 Mio. Euro
Bremen rechnet mit 110 Mio. Euro Kosten durch Tarifabschluss bis 2028.
Bremen rechnet mit 110 Mio. Euro Kosten durch Tarifabschluss bis 2028.
Der Tarifabschluss für die Beschäftigten des Landes Bremen wird das Haushaltsbudget in den kommenden drei Jahren mit rund 110 Millionen Euro belasten. Die Kosten für die Kernverwaltung betragen 2026 etwa 11,4 Millionen Euro, steigen 2027 auf 24,5 Millionen Euro und erreichen 2028 rund 32,1 Millionen Euro. Zusätzliche Ausgaben für Sonderhaushalte und öffentliche Einrichtungen betragen 2026 etwa 7 Millionen Euro, 2027 rund 15 Millionen Euro und 2028 etwa 19,6 Millionen Euro.
Rund 17.500 Tarifbeschäftigte, darunter etwa 840 Auszubildende, profitieren von den Erhöhungen. Finanzsenator Björn Fecker bezeichnet den Abschluss als "gerade noch vertretbaren Kompromiss" angesichts der angespannten Haushaltslage. „Mitten im Sanierungsprogramm wird dies ein Kraftakt. Die Beschäftigten haben die Erhöhung jedoch verdient, da sie auch die Inflation spüren“, so Fecker.
Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 27 Monaten bis Ende Januar 2028. Die Gehälter steigen in drei Schritten um insgesamt 5,8 Prozent. Ab April 2026 erfolgt eine Erhöhung um 2,8 Prozent, mindestens jedoch 100 Euro. Die Auswirkungen auf die Beamtenbesoldung werden noch geprüft, da das Bundesverfassungsgericht zur amtsangemessenen Alimentation urteilte, was berücksichtigt werden muss.