Politik

Bremen kritisiert Zulassungsstopp bei Integrationskursen scharf

Bremer Politiker fordern die Rücknahme des Zulassungsstopps für Integrationskurse durch das Bundesinnenministerium.

13. Februar 2026, 15:32 Uhr 1 Min. Lesezeit 2 Aufrufe KI-generiert

Bremer Politiker fordern die Rücknahme des Zulassungsstopps für Integrationskurse durch das Bundesinnenministerium.

Die Entscheidung des Bundesinnenministeriums, die Zulassung zu Integrationskursen auf unbestimmte Zeit zu stoppen, sorgt in Bremen für heftige Kritik. Bürgermeister Dr. Andreas Bovenschulte und Sozialsenatorin Dr. Claudia Schilling haben die Bundesregierung aufgefordert, diese Entscheidung unverzüglich zurückzunehmen.

Dr. Bovenschulte betont die Wichtigkeit der Integrationskurse: "Unser aller Interesse muss sein, dass die Menschen, die bei uns leben, unsere Sprache lernen und dadurch ein aktiver Teil unserer Gesellschaft werden." Er warnt, dass die Einsparungen mit dem Hinweis auf sinkende Migrationszahlen die Realität in den Städten verkennen.

Auch Dr. Schilling hebt die Bedeutung der Sprachkurse hervor und bezeichnet den Zulassungsstopp als "kurz gedacht". Sie betont, dass Sprache der wichtigste Schlüssel zur Integration und zur schnellen Aufnahme qualifizierter Arbeit sei.

Die Maßnahme wird in Bremen voraussichtlich rund 2.000 Menschen betreffen, darunter viele aus der Ukraine, Asylbewerber und Geduldete. Bundesweit sind etwa 130.000 Menschen betroffen. Auch die Träger von Integrationssprachkursen stehen vor erheblichen Herausforderungen, da sie ihr Angebot reduzieren müssen.

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