Anstieg der geschlechtsspezifischen Gewalt in Bremen 2025
Die Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 zeigt einen Anstieg der geschlechtsspezifischen Gewalt um 7,1 Prozent in Bremen.
Die Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 zeigt einen Anstieg der geschlechtsspezifischen Gewalt um 7,1 Prozent in Bremen.
Die aktuelle Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 (PKS) zeigt einen besorgniserregenden Anstieg der geschlechtsspezifischen Gewalt in Bremen. Wie die Senatorin für Inneres am 4. März 2026 mitteilte, sind die Fallzahlen im Vergleich zum Vorjahr um 7,1 Prozent gestiegen. Katharina Kunze, stellvertretende Landesfrauenbeauftragte, äußerte sich alarmiert über diesen Trend. "Die Anzahl der Fälle bewegte sich bereits auf hohem Niveau. Der Anstieg ist daher umso erschreckender", sagte Kunze.
Die PKS unterscheidet zwischen "Vergewaltigung und sexuelle Nötigung/Übergriff" sowie "Partnerschaftsgewalt". Besonders die Partnerschaftsgewalt verzeichnete einen Anstieg von 8,1 Prozent. Im Jahr 2025 wurden 2.658 Fälle registriert, darunter 2.002 in der Stadt Bremen und 656 in Bremerhaven. Im Vorjahr waren es noch 2.458 Fälle, was den deutlichen Anstieg unterstreicht.
Besonders alarmierend ist die Tatsache, dass nur 5 bis 10 Prozent der tatsächlichen Fälle von Partnerschafts- und sexualisierter Gewalt zur Anzeige gebracht werden, wie eine im Februar veröffentlichte Studie aufzeigt. Damit bleibt ein großes Dunkelfeld unentdeckt. Rund 80 Prozent der Betroffenen sind Frauen, die oft im eigenen Zuhause gefährdet sind, wie Kunze weiter ausführte.
Positiv hervorzuheben ist jedoch ein Rückgang von 5,8 Prozent bei den Fällen von Vergewaltigung und sexueller Nötigung/Übergriffen im Vergleich zum Vorjahr.